Lesung mit den Schauspielern

Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig
»Zeitenwende -Lebenswende«
Samstag, 31.10.2026, 17.00 Uhr
Wasserkraftwerk
Eintritt frei
Eine Veranstaltung im Rahmen der Literaturtage „Lesezeichen“
Programm Literaturtage "LeseZeichen"
▶ Weiterlesen
Programm:
Sa, 31.10. 10.00 Uhr Christina Röckl „Kaugummi verklebt den Magen“
Lesungsort: Wasserkraftwerk
für Kinder
11.30 Uhr Johannes Herwig „Halber Löwe“ Lesungsort: Wasserkraftwerk
für Jugendliche
17.00 Uhr Claudia Wenzel & Rüdiger Joswig Lesungsort: Wasserkraftwerk
»Zeitenwende -
Lebenswende«
Von zwei in der DDR aufgewachsenen
EINE DIE GEBLIEBEN IST
EINER DER GEGANGEN IST
Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig verbindet weit mehr als ihre Herkunft aus der DDR und ihr Beruf. Beide haben sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik eine erfolgreiche Schauspielkarriere vorzuweisen. Und beide sind seit 2003 miteinander verheiratet. Während Rüdiger Joswig 1986 nach über vierjähriger Wartezeit, in der er Berufsverbot hat und u.a. als Tellerwäscher arbeitet, endlich mit seiner damaligen Familie ausreisen darf, bleibt Claudia Wenzel in der DDR. Im Herbst 1989 beteiligt sie sich an den Montagsdemonstrationen in Leipzig. Unter
dem Titel „Zeitenwende-Lebenswende“ reflektieren beide ihre Erfahrungen aus der DDR, aus der Umbruchszeit 1989/90 und im vereinigten Deutschland und ziehen nach 30 Jahren der Wiedervereinigung eine sehr persönliche Bilanz, die weit über das Private hinausgeht.
Mi, 04.11. 17.00 Uhr Grit Lemke „Die Kinder von Hoy“ DDR-Musterstadt Hoyerswerda
Lesungsort: Bus - Haltestelle „Mittweida, Wohnungsgenossenschaft“
in Richtung Kaufland

Freiheit, Glück und Terror
Hoyerswerda – einst DDR-Musterstadt, in der morgens die Eltern in Schichtbussen davonrollten und die Kinder in einem Kollektiv aufwuchsen - erlangte durch die rassistischen Ausschreitungen 1991 traurige Berühmtheit. In ihrem dokumentarischen Roman verschränkt Grit Lemke die Stimmen der Kinder von Hoy zu einer mitreißenden Oral History und gibt einer Generation Gehör, für die Traum und Trauma dicht beieinanderlagen. Sie versammelt Gespräche mit Freunden und Familie und erzählt von ihrem eigenen Leben als Teil einer proletarischen Boheme um Gerhard Gundermann, die sich nachts im Kellerclub trifft und tagsüber malocht. Als nach der Wiedervereinigung Neonazis das erste Pogrom der Nachkriegszeit verüben, bleibt die Kulturszene tatenlos. Danach ist nichts mehr, wie es war …
Die diesjährigen Literaturtage LeseZeichen finden vom 31. Oktober bis 8. November 2026 im Landkreis Mittelsachsen statt – an 30 Orten und mit 30 Autoren
Im unserem Landkreis werden Lesungen und literarische Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten stattfinden – an Plätzen, die man nicht sofort mit Literatur verbindet. Damit setzt das Festival einen besonderen Akzent: Belletristik und Lyrik sollen neue Räume erobern und Menschen dort begegnen, wo sie es nicht erwarten.
Achtung: Lesungsort ist nicht die Bibliothek, sondern das Wasserkraftwerk und ein Bus.
Alle Lesungen sind kostenfrei und können ohne Voranmeldung besucht werden.

